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Extravertierte erleben die Corona-Pandemie als stressiger

Die Corona-Pandemie ist für viele Menschen eine große Herausforderung: Sorgen, Ängste, Ungewissheit, weniger Aktivitäten und Einschränkungen in der Freiheit. Gleichzeitig zeigt sich, dass manche Menschen damit besser zurechtkommen.

Die einfache Antwort wäre „Diese Menschen sind einfach resilienter“. Doch das greift zu kurz, wenn wir die Persönlichkeiten der Menschen betrachten. Hier zeigt sich, dass es Charaktereigenschaften gibt, die es ermöglichen, leichter mit der aktuellen Situation umzugehen.

Das Persönlichkeitsmodell der Big Five mit seinen dahinter liegenden Facetten gibt Antworten auf die unterschiedlichen Handlungsstrategien. Inzwischen zeigen sich in Studien auch schon erste belegbare Hinweise darauf.

Stärkeres Stresserleben für extravertierte Menschen im Lockdown

So hat zum Beispiel die Universität Leipzig einen Artikel veröffentlicht, der aufzeigt, dass introvertierte und emotional stabile Menschen die Pandemie als weniger stressig erleben. Die Studie hat herausgefunden, dass extravertierte Menschen während des ersten Lockdowns 2020 zunehmend größeren Stress empfanden. Erst mit den stärkeren Lockerungen im Sommer 2020 ging auch ihr Stresserleben zurück.

Studienleiter und Arbeitspsychologe Prof. Dr. Hannes Zacher beschreibt es so: „Den stärksten Rückgang im Stresserleben konnten wir in der Zeit der Lockerungen nach dem ersten Lockdown beobachten. Introvertierte und emotional stabile Menschen sind in dieser Krise klar im Vorteil“.

Interessant dabei ist, dass extravertierte Menschen in normalen Zeiten ein höheres Wohlbefinden aufweisen. Extravertierte Menschen sind gesellig und haben ein hohes Bedürfnis nach Kontakten mit anderen Menschen. Sie sind aktiv, erlebnisorientiert und suchen Anreize in ihrer äußeren Lebenswelt. Diese Möglichkeiten sind im Lockdown stark eingeschränkt. Insofern ist es nachvollziehbar, dass sie ihre Bedürfnisse weniger erfüllen können.

Introvertierte erleben die Corona-Pandemie als weniger stressig

Introvertierte Menschen, die oftmals lieber alleine als in großer Gesellschaft und meist weniger aktiv sind, empfinden die Maßnahmen als nicht so einschränkend. Sie streben mehr nach Ruhe, Entspannung und können sich gut mit sich selbst beschäftigen.

Bei introvertierten Menschen macht sich oftmals sogar ein „Aufatmen“ breit. Aussage wie „jetzt kann man endlich mal zur Ruhe kommen“ oder „nun habe ich Zeit für mich und kann inne halten“ sind zu hören.

Emotionale Stabilität ist eine günstige Eigenschaft in der Corona-Pandemie

Menschen mit einer hohen emotionalen Stabilität zeigten auch geringeres Stresserleben. Diese Menschen sind zuversichtlicher, haben weniger Stimmungsschwankungen und sind stressresistent. Dies bedeutet, dass sie Stress als weniger belastend erleben. Sie lassen sich mit ihrer „dicken Haut“ von negativen Einflüssen weniger beeinflussen, sind dadurch emotional widerstandsfähiger und bleiben auch in schwierigen Situationen eher ruhig und gelassen.

Die Kombination Introversion mit emotionaler Stabilität ist eine hilfreiche Komponente, um mit den neuen Rahmenbedingungen der Pandemie besser umgehen zu können.

Für Menschen mit einer hohen Extraversion und Sensibilität ist es wichtig, sich in dieser Zeit bewusst mit den eigenen Bedürfnissen auseinanderzusetzen, vor allem Ressourcen zu aktivieren und auszubauen. Die Denkweise „was geht gerade nicht“ ist weniger hilfreich, besser ist es sich bewusst zu machen „was gerade möglich ist“.

Andere Persönlichkeitsmerkmale wie z. B. Gewissenhaftigkeit oder Offenheit zeigen wenig Unterschiede im Empfinden von Stress während der Pandemie.

Sie möchten mehr über die Big Five, den Facetten und Kompetenzen wissen. Mit einer ganzheitlichen Persönlichkeitsanalyse zeigen sich Ressourcen und Entwicklungsfelder mit faszinierenden Erkenntnissen. Nehmen Sie Kontakt mit mir auf, Tel. 0911 2534301 oder per Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vielen Dank an Prof. Dr. Hannes Zacher und sein Team von der Universität Leipzig für seine wertvolle Arbeit. Die Pressemitteilung zu der Studie finden Sie unter: https://www.uni-leipzig.de

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